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Wie erkennt man Herzerkrankungen bei Hunden und Katzen?

Herzkrankheiten bei Hunden und Katzen können eine schwierige Diagnose für Halter und Tierärzte sein. Abhängig von den Besonderheiten der Erkrankung kann Ihr Tierarzt womöglich nicht viel tun, aber das ist nicht immer der Fall.

Während es keine wissenschaftlich erwiesenen Möglichkeiten gibt, Herzerkrankungen bei Katzen und Hunden zu verhindern, ist das Beste für Ihr Haustier, die Symptome frühzeitig zu erkennen. Dies stellt sicher, dass Ihr Tierarzt Zeit hat, eine Diagnose zu stellen und einen Behandlungsplan für Ihr Haustier zu erstellen. Mit einer Therapie kann das Tier eine gute Lebensqualität in seinen goldenen Jahren erhalten.

Was sind die Symptome einer Herzkrankheit bei Hunden?

Symptome von angeborenen Herzerkrankungen treten in der Regel bei jüngeren Hunden auf. Erworbene Herzerkrankungen sind wahrscheinlicher, wenn der Hund altert.

In beiden Fällen ist die Verlangsamung eines der ersten auffälligen Symptome von Herzerkrankungen bei Hunden. Wenn der Hund sonst aktiv ist, werden die Besitzer eine Verlangsamung bemerken oder dass der Hund sich auf dem Spaziergang setzt. Besitzer neigen dazu, das auf Alter, Arthritis oder orthopädische Beschwerden zurückzuführen, aber Lethargie ist ein sehr häufiges Symptom von Herzerkrankungen.

Da Herzerkrankungen bei Hunden oft eine Herzinsuffizienz sind, fangen die meisten Hunde an zu husten. Einige Hunde zeigen auch eine Zunahme ihrer Ruheatmung oder husten bei Anstrengung.

Wenn die Rasse des Hundes für eine bestimmte Herzerkrankung prädisponiert ist, sollte die Ruheatmung des Hundes zu Hause überwacht werden. Wenn Ihr Hund auf dem Boden liegt, zählen Sie, wie oft seine Brust in einer Minute aufsteigt. Werte unter 35 sind normal. Wenn Sie im Laufe der Zeit eine progressive Zunahme der Atemfrequenz feststellen, sollten Sie einen Termin mit Ihrem Tierarzt oder einem Veterinärkardiologen vereinbaren.

Was sind die Symptome einer Herzkrankheit bei Katzen?

Katzenbesitzer können Schwierigkeiten haben, eine Herzinsuffizienz zu bemerkten. Es kann schwer zu sagen sein, ob die Katze wegen einer Herzkrankheit langsamer geworden ist oder ob sie einfach nur normale Faulheit zeigt. Die Symptome einer Herzerkrankung bei Katzen sind eine erhöhte Einsamkeit, Appetitlosigkeit und Atembeschwerden. Nur sehr wenige Katzen husten, wenn sie eine Herzkrankheit haben, selbst in fortgeschrittenen Stadien.

Schnurren macht es schwierig, die Atemfrequenz bei Katzen zu zählen. Sie können versuchen, die Atemzüge pro Minute zu zählen, während Ihr Kätzchen schläft. Die normale Atemfrequenz kann weniger als 50 Atemzüge pro Minute betragen.

Sind bestimmte Hunderassen wahrscheinlicher, Herzerkrankungen zu entwickeln?

Einfach gesagt, die Antwort ist ja. Viele Herzerkrankungen bei Hunden sind genetisch bedingt. Dies macht das Beobachten des Auftretens und Fortschreitens von Herzerkrankungen von Welpenalter an – und damit auch die Behandlung – etwas überschaubarer.

Hunde großer Rassen, darunter Deutsche Doggen, Dobermänner und Boxer, sind eher von dilatativer Kardiomyopathie betroffen. Diese Art der Herzerkrankung bei Hunden beinhaltet eine Vergrößerung des Muskels, die seine Fähigkeit, Blut zu pumpen, verringert.

Cavalier King Charles Spaniel sind besonders anfällig für Herzgeräusche. Fünfzig Prozent der Hunde werden bis zum Alter von fünf Jahren ein Rauschen entwickelt haben. Im alter von zehn Jahren sind 100 Prozent der Tiere betroffen.

Pudel und Schnauzer sind für Klappenerkrankungen prädisponiert.

Bekommen bestimmte Katzenrassen wahrscheinlicher eine Herzerkrankung?

Die meisten Menschen haben keine reinrassigen Katzen. Daher kann es schwieriger sein, umfassende Verallgemeinerungen vorzunehmen. Allerdings sind Bengalen und Amerikanische Kurzhaarrassen aus genetischer Sicht am stärksten von der hypertrophen Kardiomyopathie betroffen. Diese Krankheit ist die am häufigsten diagnostizierte Herzerkrankung bei Katzen. Sie verursacht eine Verdickung der linken Herzkammer der Katze, was das Pumpen von Blut in die Aorta erschwert.

Welche Tests werden zur Diagnose von Herzerkrankungen bei Hunden und Katzen durchgeführt?

Vielen Tierärzten genügt die vollständige medizinische Geschichte des Tieres, um eine Diagnose zu bilden. Zugleich werden Tierärzte und Veterinärkardiologen mit einer körperlichen Untersuchung beginnen, bei der sie das Tier in Nähe der Lungen abhören.

Dann wird ein Echokardiogramm und/oder eine Röntgenaufnahme der Brust durchgeführt, um die Größe des Herzens zu bestimmen, und einen Blick auf die Funktionsweise der Klappen zu werfen. Mit diesen Informationen können die Ärzte eine endgültige Diagnose stellen und dem Besitzer eine Prognose geben.

Bei herzkranken Hunden und Katzen ist die sogenannte „Triade der Fürsorge“ entscheidend für das Wohlergehen des Tieres. Der beste Weg zur Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen bei Katzen und Hunden liegt in der Koordination zwischen dem Halter des Tieres, dem Haustierarzt und dem Spezialisten. Halter sollten bei den ersten Bedenken mit dem Tierarzt sprechen. Dann erfolgt bei Bedarf eine Überweisung an den Kardiologen. Die Zusammenarbeit dieser drei Menschen ermöglicht es Haustieren, ein längeres, glücklicheres Leben zu führen.

Wie können Halter einem Haustier mit Herzkrankheit helfen?

Früherkennung – bevor der Hund an Herzversagen erkrankt – ist der beste Weg, um Herzkrankheiten bei Hunden und Katzen zu behandeln. Eine bahnbrechende Studie, die als „EPIC-Studie“ bekannt ist, ergab, dass ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung des Herzens namens Vetmedin (Pimobendan) dazu beitrug, die Zeit vor dem Herzversagen um durchschnittlich 15 Monate zu verlängern.

Viele Hunde, die bei denen eine Herzkrankheit früh diagnostiziert und behandelt wird, können drei bis fünf Jahre leben, bevor das Herzversagen einsetzt. Danach ist die Diagnose sehr unterschiedlich. Es kann von der Rasse abhängen oder ob der Hund Arrhythmien entwickelt. Manche Tiere leben nur noch ein paar Monate. Einige können nach der Diagnose einer Herzinsuffizienz noch eineinhalb oder zwei Jahre leben.

Bei Katzen gibt es noch keine derartige Studie. Allerdings forscht die Wissenschaft aktuell daran und geht davon aus, dass auch bei Katzen eine frühe Intervention den Beginn der Herzinsuffizienz verzögern kann. Früherkennung und Intervention mit Medikamenten können einer Katze helfen, aber die Prognose kann sehr unterschiedlich sein.